Die De’Longhi Rivelia in Kürze
Die De’Longhi Rivelia (Modellnummer EXAM440.55.W, Farbe Arctic White) ist ein Vollautomat der Mittelklasse, der sich mit einer ungewöhnlichen Idee von der Konkurrenz abhebt: Er wird mit zwei wechselbaren Bohnenbehältern geliefert. Wer morgens einen kräftigen Espresso und nachmittags eine milde Röstung trinken möchte, tauscht einfach den Behälter. Dazu kommen das automatische Milchsystem LatteCrema Hot, ein 3,5-Zoll-Farb-Touchdisplay und 16 Rezepte. Bei Amazon kostet die Rivelia derzeit preis ansehen.
Bei Amazon kommt die Rivelia auf 4,3 von 5 Sternen bei 2.173 Bewertungen auf Amazon, Stand November 2026. Das ist eine breite Basis und spricht für eine insgesamt hohe Zufriedenheit der Käuferinnen und Käufer.
Diese Bewertung beruht auf der offiziellen Produktseite von De’Longhi und der Produktbeschreibung bei Amazon. Einen eigenen Versuch mit dem Gerät haben wir nicht durchgeführt.
Technische Daten laut Hersteller
| Merkmal | De’Longhi Rivelia (EXAM440.55.W) |
|---|
| Maße (B x H x T) | 24,5 x 43 x 38,5 cm |
| Gewicht | 9,7 kg |
| Wassertank | 1,4 l |
| Bohnenbehälter | 2 wechselbare Behälter zu je 250 g (Bean Switch) |
| Vorgemahlener Kaffee | möglich |
| Pumpendruck | 19 bar |
| Leistung | 1.450 W |
| Milchsystem | LatteCrema Hot, automatische Reinigung nach jedem Gebrauch |
| Rezepte | 16 |
| Benutzerprofile | 4 |
| Display | 3,5-Zoll-Full-Touch-Farbdisplay |
| Max. Tassenhöhe | 140 mm |
| Kaffeesatzbehälter | 10 Portionen |
| Optional | LatteCrema Cool Upgrade Set (6 kalte Milchgetränke) |
Mahlwerk, Bohnenbehälter und Brühgruppe
Das zentrale Merkmal der Rivelia ist das Bean-Switch-System. De’Longhi liefert zwei austauschbare Behälter zu je 250 g mit. Beim Wechsel hilft der Switch-Modus: Er leert laut Hersteller das Mahlwerk, damit keine Reste der vorherigen Sorte in die nächste Tasse gelangen. Danach setzt man den anderen Behälter ein.
Im Unterschied zu einem fest eingebauten Zwei-Kammer-System, wie es die Melitta Barista TS Smart hat, ist der Wechsel bei der Rivelia ein bewusster Handgriff. Dafür ist jeder Behälter mit 250 g deutlich größer als die 135-g-Kammern bei Melitta. Wer nur gelegentlich die Sorte wechselt, kommt mit dem De’Longhi-Prinzip gut zurecht; wer für jedes Getränk automatisch die passende Bohne möchte, ist bei Melitta besser aufgehoben.
Die Mühle mahlt laut De’Longhi die Bohnen frisch vor jedem Bezug. Die Zahl der Mahlgradstufen nennt die Produktseite nicht. Laut Amazon-Beschreibung passt die Bean Adapt Technology die Einstellungen für Mahlen und Brühen an die jeweilige Bohne an. Der Pumpendruck liegt bei 19 bar, die Leistung bei 1.450 W.
Neben Bohnen lässt sich auch vorgemahlener Kaffee verwenden. De’Longhi nennt diese Möglichkeit ausdrücklich. Damit ist entkoffeinierter Kaffee aus Pulver ohne Behälterwechsel möglich. Ob die Brühgruppe herausnehmbar ist, geht aus der Produktseite nicht hervor; im Zweifel lohnt ein Blick in die Bedienungsanleitung.
Milchsystem: LatteCrema Hot
Für Milchgetränke setzt De’Longhi auf LatteCrema Hot. Laut Hersteller entsteht dabei automatisch feiner, dichter Milchschaum in der passenden Temperatur. Laut Amazon-Beschreibung wird der Schaum direkt in die Tasse gegeben; Cappuccino und Latte entstehen auf Knopfdruck. Die Technologie ist laut Amazon für Kuhmilch und pflanzliche Alternativen geeignet.
Ein Pluspunkt für die Hygiene ist die automatische Reinigung nach jedem Gebrauch („one-touch automatic cleaning“). Das Milchsystem wird also nach dem Getränk gespült, ohne dass man daran denken muss. Das Fassungsvermögen des Milchbehälters nennt die Produktseite nicht.
Kalte Milchgetränke kann die Rivelia ab Werk nicht. De’Longhi bietet dafür ein separates LatteCrema Cool Upgrade Set an, das laut Hersteller sechs kalte Milchrezepte freischaltet. Wer im Sommer gern Iced Latte trinkt, sollte diese Zusatzkosten einplanen.
Bedienung und Display
Bedient wird über ein 3,5-Zoll-Full-Touch-Farbdisplay. Laut Amazon-Beschreibung lassen sich für jedes Getränk Stärke, Menge und Temperatur anpassen und in Benutzerprofilen speichern. De’Longhi nennt vier Profile. Für einen Haushalt mit zwei bis vier Personen ist das ausreichend.
Die Rivelia bietet laut Hersteller 16 Getränke, darunter Espresso, Cappuccino, Latte und Heißwasser. Eine App-Steuerung führt die De’Longhi-Produktseite für dieses Modell nicht auf. Wer seinen Kaffee per Smartphone starten möchte, ist mit dem Siemens EQ700 classic und Home Connect besser bedient.
Reinigung und Entkalkung
Neben der automatischen Reinigung des Milchsystems bewirbt die Amazon-Beschreibung eine Reinigungsfunktion für den täglichen Gebrauch. Auf der De’Longhi-Seite gibt es ein Video zum Entkalken, konkrete Intervalle nennt sie nicht. Wie bei jedem Vollautomaten richtet sich die Häufigkeit nach der Wasserhärte; die Angabe des örtlichen Wasserversorgers sollte man bei der Einrichtung übernehmen.
Der Kaffeesatzbehälter fasst laut De’Longhi zehn Portionen. Wer täglich viele Tassen zubereitet, leert ihn entsprechend häufig.
Wassertank und Platzbedarf
Der Wassertank fasst 1,4 l. Das liegt zwischen kompakten Geräten mit gut einem Liter und großen Modellen mit über zwei Litern. Wer viele große Becher oder Milchgetränke am Tag zubereitet, füllt entsprechend öfter nach.
Bei den Maßen fällt die Rivelia aus dem Rahmen. Sie ist mit 24,5 cm sehr schmal und mit 38,5 cm vergleichsweise wenig tief, dafür aber 43 cm hoch. Unter einem Hängeschrank braucht sie also mindestens 43 cm lichte Höhe. Wer wenig Platz hat oder die Bohnenbehälter von oben wechseln möchte, ohne das Gerät hervorzuziehen, sollte vorher genau nachmessen. Die maximale Tassenhöhe beträgt 140 mm.
Die Rivelia im Verhältnis zu den Nachbarn
Ein Blick auf die Eckdaten hilft bei der Einordnung. Die Rivelia ist mit 24,5 cm das schmalste der drei Geräte, die wir hier nebeneinanderstellen: Die Melitta Barista TS Smart misst laut Hersteller 25,9 cm in der Breite, der Siemens EQ700 classic 30,9 cm. Beim Wassertank liegt die Rivelia mit 1,4 l hinter der Melitta (1,8 l) und dem Siemens (2,4 l). Beim Bohnenvorrat ist sie dagegen vorn, sofern man beide Behälter zusammenzählt: zweimal 250 g gegenüber 270 g bei Melitta und 320 g bei Siemens. Ein Pulverschacht beziehungsweise die Möglichkeit für vorgemahlenen Kaffee ist bei Rivelia und Melitta vorhanden, beim Siemens EQ700 classic nicht. Wer also Breite sparen, aber nicht auf eine zweite Bohnensorte verzichten will, findet in der Rivelia einen stimmigen Kompromiss.
Für wen eignet sich die Rivelia?
Gut geeignet für:
- Kaffeetrinker, die regelmäßig zwischen zwei Bohnensorten wechseln möchten.
- Haushalte, die viele Milchgetränke trinken und ein Milchsystem mit automatischer Reinigung wollen.
- Küchen mit wenig Breite und wenig Tiefe.
Weniger geeignet für:
- Küchen mit niedrigem Abstand zum Hängeschrank.
- Wer ab Werk kalte Milchgetränke möchte – dafür braucht es das Zusatzset.
- Wer den Vollautomaten per App steuern will.
Alternativen
Wer zwei Bohnensorten ganz automatisch nutzen möchte und zusätzlich acht Profile schätzt, sollte die Melitta Barista TS Smart ansehen. Wer einen großen Wassertank, ein 5-Zoll-Display und App-Steuerung sucht, findet im Siemens EQ700 classic ein komfortableres, aber teureres Gerät.
Alle Modelle nebeneinander zeigt unser Kaffeevollautomaten-Vergleich 2026.
Unser Fazit
Die De’Longhi Rivelia ist ein durchdachter Vollautomat für Menschen, die beim Kaffee gern variieren. Die zwei wechselbaren 250-g-Behälter, LatteCrema Hot mit automatischer Reinigung und das schmale Gehäuse sind ihre stärksten Argumente. Abstriche gibt es bei der Bauhöhe von 43 cm, beim mittelgroßen Wassertank und bei den kalten Milchgetränken, die nur mit Zusatzset möglich sind. Wer diese Punkte vorab prüft, bekommt ein vielseitiges Gerät für den Alltag.
Quellen